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Das Papier mag manchmal brennen, wenn die Liebenden sich ihre Wünsche und ihre Leidenschaften enthüllen. Das Papier mag brennen und der Monitor sich entzünden. Kein Wort ist zu heiß, dass es nicht fallen darf, im Brief an den Liebsten, in der Mail an die Geliebte. Lass es sie wissen! Teile deine Gefühle, warte nicht bis er wieder bei dir ist. Lass deine Worte folgen. Im Flüsterton oder mit Donnerstimme. Verrate ihm wie heiß du bist. Wie die Erinnerung dich öffnet und die Sehnsucht dich zum Fließen bringt. Die Liebe, das ist das, was ihr jetzt gerade beide lebt.
Es ist eure Liebe. Euer Traum
Wie hat alles angefangen? Wenn die Rosenlust es heute nicht festhält, dann wird es verfliegen. Der Duft, die Erinnerung, die Nächte, die Träume, die tausendfachen Zärtlichkeiten. Wie hat alles angefangen? Ich will erzählen, von unseren Nächten, von unserer Liebe. Jetzt, gleich, ich will beginnen und den Anfang machen. Den Anfang beschreiben. Ihn festhalten für dich. Liebster, ich schreibe nur für dich.
Unser Anfang lag vor dem Anfang. Weit vor dem Anfang. Die Liebe der Rosenlust nahm ihren Anfang in ihren Träumen. Zu weit warst du entfernt, mein Liebster. Eine andere Welt, ein anderer Planet – unerreichbar für die Rosenlust, die hinter den Gittern und dem Stacheldraht auf ihrem kleinen Planeten gefangen war. Aber wenn die Planeten ganz nah aneinander vorbeizogen, da träumte die Rosenlust ihre schamlosen Liebesträume. Ganz ohne Hemmung, ganz ohne Zensur, sich keiner Schuld bewusst und dennoch mit verräterischem Herzen.
Sie träumte von deinem Schwanz, den sie nie gesehen, nie berührt. Sie träumte ihn in ihrem Mund. Innig, listig, seufzend. Sie träumte davon ihr Gesicht in deinen Schoss zu legen. Sie sah dich an, seufzend. Sie spürte dich noch ehe sie dich berührte, sie fühlte deine Nähe, deine Wärme. Den Po, den Po solltest du ihr nehmen, gleich, sofort – nein doch erst wenn der Schwanz den Mund gefüllt. Die Rosenlust fühlte ihre Träume in ihr vibrieren. Sie drehte sich, dir Liebster: dir entgegen. Sie bot den Po, die Wärme an – um kurz danach in ihrem Schneckenhaus ganz schnell zu verschwinden. Die Träume webten sich ihr eignes Liebesnest. Die Möse floss dir schon entgegen.
Der Stracheldraht wurde hoch und höher gezogen. Die Träume wuchsen mit, die Sehnsucht lies die Liebe schweben. Über Stacheldraht und alle Grenzen.
Der Po, der Po – den Po solltest du dir nehmen. Das war der Wunsch, der Rosenlust, wenn du den Mund gefüllt. Danach wäre sie bereit gewesen, die Schenkel breit, die Möse weit.
Liebst du mich?, frage ich dich und du sagst ja. Liebst du mich?, frage ich dich wieder und du sagst wieder: Ja. Du sagst Ja. Ja, ja – und ich frage dich wieder und wieder.
Du liebst mich. Du freust dich über mich. Du freust dich mit mir. Ich erfreue mich an dir. Es gibt ein wir und ein du, ein ich und ein Paar. das Paar, das sind wir.
Liebst du mich, frage ich dich.
Ja.
begann verliebt, verträumt, versext.
Rosenlust
räkelt sich
vor deinen Augen
willst du mich lieben?
jetzt
Die Rosenlust schreibt luftig und duftig über die Liebe und die Sexualität. Handfestes gibt es beim Wondergirl zu lesen. Smart und würzig. Ein Lesevergnügen für die Körpersäfte.
wir liegen umschlungen
für alle Zeit
bereit für einander
wer will sich da lösen?
noch, nicht!
bitte noch nicht!
für eine MInute
halte ich dich fest
dann bist du frei
Wie oft haben wir uns geliebt in Paris? Wie oft sind wir nach Paris gefahren? Unzählige Male sind wir zusammen auf das Hotelzimmer gegangen. Erfüllt von der Atmosphäre dieser Stadt. Angeregt vom Sehen und Staunen. Aufgeladen vom erotischen Flair, der kleinen Straßen. Eine Flasche Wein. Viel Nähe – und immer wieder Liebe.
In Paris eintauchen. Zu zweit. In die Kunst, in das Leben. Der Tag ist erfüllt, die Nacht wein- und liebestrunken.
Paris – die Stadt der Liebe. Ein Klischee, das in unserem Fall keins war. Wieder und wieder und wieder sind wir nach Paris gefahren. Um zu riechen, um zu schauen, um dabei zu sein.
Manchmal liege ich nachts wach und denke: „Jetzt. Jetzt könnte ich auch in Paris sein.“ Wenn auf der Straße ein Auto hupt, der Bus vor der Haustür hält. Diese typischen Geräuche dieser Stadt.
Paris im Frühling, Paris im Sommer, Paris im Herbst und im Winter. Wir haben es wieder und wieder erlebt. Heiße Sommertage mit offenen Fenstern, kalte Wintertage mit den flüsternden Weihnachtsbäume, sprießende Bäume in den Parks. Immer mittendrin, immer dabei. Immer auf neue Eindrücke stoßend.
Ich will dich spüren, will mit dir durch die kleinen Gassen gehen. Will die Mädchen sehen und die eleganten Frauen. Will dich spüren, mit dir schlafen. Ich will bei dir sein.
Hand in Hand gehen wir spazieren. Fest eingemümmelt in die Winterkleidung. Den Schal dick um den Hals gewickelt. Es ist kalt jetzt am Abend. Angenehm kalt, denn die Wärme wartet schon auf uns. Wir gehen an erleuchteten Fenstern vorbei, die buntes Licht auf den Gehweg werfen. Mal glitzert es, mal blinkt es grell. Noch ein paar Tage wird der Tannenbaum auf der Kirche stehen. Wer den nur angebracht hat?
Hand in Hand gehen wir wortlos die Straße entlang und freuen uns auf die schöne Zeit, die vor uns liegt. Hinein in die Wärme, die Körper spüren, uns ausziehen und lieben.
Unser Fest der Liebe.
Noch ist der Oktober golden, weich und samtig. Aber schon bald wird er kalt, feucht und nass werden. Dann fängt die Kuschelzeit an. Am Ofen, vor der Heizung – alles hat seinen Reiz. Das Rumflätzen und gemeinsam unter der Decke liegen. Die Wärme des eigenen Körpers spüren, die Hitze der Erregung, das Strahlen der Leidenschaft. Wenn es draußen früher dunkel wird, die Abende lang und gemütlich werden, dann ist die Zeit der Zweisamkeit. Die Zeit, der Zärtlichkeit. Es ist die Zeit der Düfte, der Sinnlichkeit und der Erotik.
Wildrose – ich rieche die Lust.

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