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„Mittlerweile befinde ich mich in einem Zustand solcher Leidenschaft, dass alles, was ich schreiben könnte, das Papier verbrennen würde.“

„Ich kann nicht mehr schreiben, weil mir der Schädel davon zerspringt. Ich she Dich in meinen Armen. Du windest Dich, und ich spüre mich tief in Dir, wo ich für alle Zeiten bleibe. Ich bin jetzt heiß wie die Hölle – Du bist nicht mehr die Anais, der ich aus Dijon schrieb. Du bist auch nichtAnais aus dem Tagebuch. Du weißt, welche Anais ich meine. Ich bin ganz Dein.“

Auszug aus einem Liebesbrief von Herny Miller an Anais Nin. Die Meisterin und der Meister der erotischen Liebesbriefe.

Wochenlang schwieg die Rosenlust. Monatelang hielt sie sich zurück. Schrieb keine Gedichte mehr. Keine Geschichten von der Liebe, von der Sehnsucht, von dem Glück zusammenzugehören. Wochenlang schwebte die Rosenlust auf ihrer Liebeswolke durch den Liebeskosmos des Glücks. Ein glückliches Schweigen, ein schweigendes Liebesglück. Die Rosenlust hat ihr Herz gefunden. Ihr schlagendes Herz.
Sie hat die Liebe gefunden. Die Sehnsucht gelebt und die Leidenschaft erkundet. Die Rosenlust gab sich hin. Mit Herz, Kopf und ihrem Körper. Alles so weit, alles so klar. Alles so sanft und seiden.

Ihr Körper brennt. Will mehr und mehr. Sich mehr hingeben. Sich fallen lassen. Die Möse weitet sich. Lädt ein. Fließt hinweg. Das Herz klopft im Rhythmus, den der Liebste vorgibt. Die Zeit will festgehalten werden, genau so wie die Leidenschaft. Die Rosenlust schwelgt in Verlangen – und will – mehr.

Mein Po – für Dich
ein Geschenk, das du entgegen nimmst
das ich Dir
immer und immer wieder
entgegen strecke

Mein Po – für Dich
möchte ich Dir geben
lieber noch
mein ganzes Leben

Poetische Texte für die häusliche Seele
für das Liebesleben
stark wie ein Liebestrank
die Lust ausleben
im Hier und Jetzt – und dann in den Wolken schweben
mit der roten Glut das Feuer anfachen
Besinnung und Rausch
Ja und Nein
Gegensätze verschmelzen
werden eins

Lust und Magie sind unsere ursrüngliche Lebensquelle
wir schöpfen daraus seit unendlichen Zeiten alle menschliche Energie
das Geheimnis des Lebens liegt offen zu Tage
verbirgt sich geschickt
ist nahe und wirkt fern
wenn wir es vergessen haben

die Lust und Magie sind Schlüssel und Schranke zugleich
der Zauberspruch ist lange vergessen
Die Himmelsscheib vergraben
nur unsere Lust führt uns zu den Ursprüngen zurück
zur Quelle unserer Lebensenergie

So manches mal vergisst unsere häusliche Seele
das Geheimnis und die Kraft
die in der Liebesfähigkeit liegt
wie ein zartes Pflänzchen
verkümmert unsere Lebenslust
wird farblos und blass
geräuchlos und fad
da hilt nur vorsichtiges Tasten
behutsames Pflegen
sanftes Fordern
und aufmerksame Blicke
um die Liebesquelle erneut zum Sprudeln und Sprühen zu bringen.

ein Leben lang wirkt Lust wie Magie.

Möse
weitet sich
der Lust entgegen
will mehr und mehr Steicheleinheiten
immer

(Elfchen sind kleine Gedichte mit elf Wörtern)

Mehr Elfchen in der Rosenlust

Kann ich mit Worten beschreiben? Kann ich beschreiben, was ich in mir fühle? Was ich in mir fühle, wenn du bei mir bist?
Ich will mich strecken, mich ausstrecken und hingeben. Für dich, für dich will ich mich zeigen. Nimm mich, mein Schatz. Nimm mich, nimm mich. Zögere keine Sekunde, nimm mich, nimm mich.
Mit Haut und Haaren und allem Verlangen, nimm mich, mein Schatz, nimm mich.
Ich gehöre zu dir. Mit all meinem Willen. Will mich dir anvertrauen, ganz und gar. Ganz und gar.

Oh, mein Po!
Streckt sich dir entgegen.
verrät mein Geheimnis
meine Zärtlichkeit

Oh, mein Po,
bewegt sich hin und her
drängt sich in den Vordergrund
erwartet dich.

Oh, mein Po,
will nicht länger warten
ist längst bereit und frei
komm zu mir.

Mein Liebster, mein lieber Geliebter, meine Liebe, mein Schatz!
Alle Briefe sind zerrissen, alle Dateien gelöscht. Alle Anfänge habe ich verworfen, alle Sätze für nicht ausreichend befunden. Meine Worte reichen nicht aus, um dir meine Liebe zu beschreiben. Sprachlos steht mein Herz in Flammen.

Mein Liebster,
ich denke an deine Berührung. An deinen Körper nah bei mir. Ich denke an dein Begehren, an meins, an unsere Lust, an unser Zusammensein.

Geliebter,
hörst du mein Herz nicht aus der Ferne schlagen. Hörst du mich nicht? Spürst du nicht meine Lust und meine Begierde?
Mein Körper fühlt sich ratlos ohne dich, vermisst dein Streicheln, dein Fordern und deine Begierigkeit.

Mein Herz steht in Flammen, meine Möse öffnet sich für dich. Mein ganzer Körper fließt, wünscht sich dich nah

Schamlippen
weich verschlossen
den Fingern weichend
rein und raus gestreichelt
ich

(Elfchen sind kleine Gedichte mit elf Wörtern)

Mehr Elfchen in der Rosenlust

Wieder seufzst sie. Sie merkt es selbst nicht. Schaut der Schönen nach, die auf der anderen Straßenseite verschwindet. Nicht hier, nicht jetzt. Sie seufzst und merkt es nicht. Die Lust verstopft, eingestampft im Alltagskram, zugedeckt mit Mief und Muff, erstickt in heißer Luft und kleinen Zahlen.
Sie seufzst und sieht der Schönen nach. Was war nur vor dem ersten Seufzer?