Wie hat alles angefangen? Wenn die Rosenlust es heute nicht festhält, dann wird es verfliegen. Der Duft, die Erinnerung, die Nächte, die Träume, die tausendfachen Zärtlichkeiten. Wie hat alles angefangen? Ich will erzählen, von unseren Nächten, von unserer Liebe. Jetzt, gleich, ich will beginnen und den Anfang machen. Den Anfang beschreiben. Ihn festhalten für dich. Liebster, ich schreibe nur für dich.
Unser Anfang lag vor dem Anfang. Weit vor dem Anfang. Die Liebe der Rosenlust nahm ihren Anfang in ihren Träumen. Zu weit warst du entfernt, mein Liebster. Eine andere Welt, ein anderer Planet – unerreichbar für die Rosenlust, die hinter den Gittern und dem Stacheldraht auf ihrem kleinen Planeten gefangen war. Aber wenn die Planeten ganz nah aneinander vorbeizogen, da träumte die Rosenlust ihre schamlosen Liebesträume. Ganz ohne Hemmung, ganz ohne Zensur, sich keiner Schuld bewusst und dennoch mit verräterischem Herzen.
Sie träumte von deinem Schwanz, den sie nie gesehen, nie berührt. Sie träumte ihn in ihrem Mund. Innig, listig, seufzend. Sie träumte davon ihr Gesicht in deinen Schoss zu legen. Sie sah dich an, seufzend. Sie spürte dich noch ehe sie dich berührte, sie fühlte deine Nähe, deine Wärme. Den Po, den Po solltest du ihr nehmen, gleich, sofort – nein doch erst wenn der Schwanz den Mund gefüllt. Die Rosenlust fühlte ihre Träume in ihr vibrieren. Sie drehte sich, dir Liebster: dir entgegen. Sie bot den Po, die Wärme an – um kurz danach in ihrem Schneckenhaus ganz schnell zu verschwinden. Die Träume webten sich ihr eignes Liebesnest. Die Möse floss dir schon entgegen.
Der Stracheldraht wurde hoch und höher gezogen. Die Träume wuchsen mit, die Sehnsucht lies die Liebe schweben. Über Stacheldraht und alle Grenzen.
Der Po, der Po – den Po solltest du dir nehmen. Das war der Wunsch, der Rosenlust, wenn du den Mund gefüllt. Danach wäre sie bereit gewesen, die Schenkel breit, die Möse weit.

1 comment
Comments feed for this article
Juli 22, 2009 um 8:25
Andreas
Ja, unsere Lust entspringt unseren Träumen, unserer Phantasie. Im Keim ist schon alles enthalten, was später sprießen und wachsen kann. Alles ist schon in uns, aller Sinnesrausch, alle Hingebung, alles Zarte, alles Harte.
Wenn wir wagen, unsere Träume ins Leben zu bringen, dann wird es ein Fest, ein Fest, bei dem jede Pore in unserem Leib tanzen will, singen, schreien, fliessen.
Und der Po ist der Ursprung der Träume, seine weiche, einladende Rundung, der vibrierende Spalt dazwischen, die Verlockung. Das Leben lädt uns ein, warm, feucht, duftend. Nehmen wir die Einladung an. Sagen wir: Ja, ich komme gerne.