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Die Rosenlust lehnt sich zurück und schließt die Augen. Sie fühlt die Hand auf ihrem Rücken liegen, so sanft, so flüchtig, so nah. Für einen Augenblick: So nah!
Die Tränen laufen über ihr Gesicht, der Schmerz verbrennt den Leib und die Seele, jedes Mal.
Morgen wird die Welt wieder anders aussehen: Rosarot oder sonnenblumengelb. Morgen wird die Musik wieder sanft aufspielen; mit Klavier im Hintergrund oder Gitarrenbegleitung.
Lass sie schlafen, lass sie träumen! Sonnenblumenträume mit Ingwergeschmack.
Die Rosenlust liebt die Austern ebenso wie die anderen Meeresfrüchte. Ein Abend mit Austern ist ein Abend der Liebe und der Sinnlichkeit. In Nizza ist das Paradies der Austern. Beim Austernessen im Winter fern vom Meer entstehen die Bilder vorm inneren Auge.
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Die Rosenlust fühlt das Salz auf ihrer Haut, den Wind, der ihre Leidenschaft kühlt und sie hört das Meeresrauschen.
Einen warmen, weichen Pelztraum träumte die Rosenlust gestern. Ein sinnlicher Traum, die Lust am eigenen Körper, die Sehnsucht nach Hingabe. Nackte Hingabe, sanftes Verlangen. Die Lust an der Lust geniesen und die Gewissheit geliebt und begehrt zu werden.
Die Schenkel streicheln und die Möse anfassen, die Finger tragen den Duft des Meeres mit sich. Die Zunge spielt die Fingerspiele. Sie ist bereit.
Bereit für dich.
Kann man da an Liebe denken? Noch dazu an Sex? Ja!, die Rosenlust antwortet eindeutig mit: Ja!
Man kann an Liebe denken. An was sollte man sonst denken?Nur die Liebe kann auf Dauer den Hass überwinden. Den Hass und die Gewalt, die in dieser Welt so verbreitet sind.
Die Rosenlust versucht sich zu beruhigen, indem sie sich in ihrer eigenen Zärtlichkeit badet, indem sie sich mit Träumen streichelt, mit Sinnlichkeit benetzt, sich vor den üblen Einflüssen schützt. Nackt, ganz nackt will sie sein. Nackt von einem Pelz umhüllt. Ein zarter Pelz, der ihren Leib umhüllt, ihn schützt, ihn wärmt und ihm dennoch Freiheit gibt. Die Freiheit nackt zu sein. Die Freiheit bereit zu sein. Bereit für die Liebe. Bereit für den Liebsten. Voller Gefühl, voller Weichheit, voller Zärtlichkeit.
Nackt und bereit. In Liebe – die Antwort auf Hass und Gewalt!
Meine Möse heiß
die Hände steicheln drängelnd
ich seufze innerlich
Haiku ist eine japanische Gedichtform. Es besteht aus drei Gruppen von jeweils 5, 7, 5 Silben
Mein Verlangen am Morgen. Vor sechs Uhr. Weit und weich fühle ich meinen Körper. Unter der Haut bin ich nackt. Offen, geöffnet. Liebesbereit. Räkelnd. Auf mich aufmerksam machend.
In der Vorstellung trägt mich mein Verlangen. Ich winde mich – durchströmt von Lust.
Mein Verlangen am Morgen.
Samtweich.
Zart.
Ein Liebeshauch.
Bin nackt bei meinem Schatz. Sehr in Anspannung, auf ihn konzentriert, beobachte sein Verlangen, lehne mich an, biete mich an. Greift er zu den Brennessel weiß ich: jetzt kommt die anonyme Öffentlichkeit. Der rote Po ist das Zeichen für die Gemeinschaft, die Hingabe an andere, das Teilhaben lassen, das nur unter Schmerzen möglich ist. Schmerzen, Brennen und Unterwerfung, die Hingabe an mich selbst, die für andere so anziehend ist. Mit dem roten, brennendem Po eins zu sein, kenntlich zu sein, fleißig zu tun. Intim zu sein. Die Schwänze in den Mund nehmen, die Mösen zu lecken, mit dem Kopf fest zwischen den Beinen der anderen sein.
Der rote Po ist das Erkennungszeichen für die Liebe, die Hingabe, den Gehorsam, die Konzentration.
Der Stock auf dem roten Po ist das Verstärkungszeichen. nicht nachlassen, weiter machen, Lust und Genuss zu bereiten.
Die Brennessel sind das Zeichen, sie läuten die Gemeinsamkeit ein, dannach sind sie nicht mehr wichtig.
Das Rot wirkt für alle.
Mir brennt mein Verlangen auf der Seele.
Im Herzen.

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