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Mit Fingerspitzen
meine Brustwarzen aufrichten
mich hingeben im Stolz

(Haiku ist eine japanische Gedichtform. Es besteht aus drei Gruppen von jeweils 5, 7, 5 Silben)

liebste Geliebte,

schäme dich nicht.

Nicht für deine Liebe, nicht für deine Sehnsucht. Wage es! Hab keine Angst!

Du stehst in Flammen, wirfst deinen Schatten. Flackerst und flimmerst. Schäme dich nicht! Du spürst deine Möse, du spürst deinen Po. Du spürst deine Liebe. Tausend Hände, Zungen, Finger, Lippen sehnst du herbei. Deine Sinne lenken dich, führen dich, halten dich. Deine Wünsche sind klar. Du fühlst die Spannung in deinen brüsten, träumst von den Händen, die sie halten, die sie kneten. Die sie nicht mehr loslassen wollen. Du träumst von der starken Hand. Der liebenden hand. Der Hand, die deinen Körper auseinander nimmt und deine Liebe neu zusammensetzt.

Hab keine Angst! Wage es! Laß dich fallen und vertraue auf die starke Hand.

(Erotische Briefe – geheime Schätze der Liebe)

(Erotische Briefe bei der Rosenlust)

ist es wahr? Ist es ein Traum? Die Erinnerung bebt in mir. In meinem Körper. Ist es wahr? War es unsere Nacht? Durch welches Tor sind wir gegangen? Die Erinnerung bebt in mir.

War es deine Hand? Diese Hand? Diese starke Hand! War es dein Blick? Dieser Blick? Dieser feste Blick? War es unser Tor? War es unsere Nacht? Was ist passiert? Sag es mir!

Meine Möse träumt jeden Tag von dieser Nacht. Sie sagt ja, sagt ja. Sagt tausend mal ja. Und will dich. Meine Möse tränt und tropft, sie träufelt die Lust auf mich. Sie säufst und wimmert in unserem Traum. Mein Po schreit laut nach dir. Ruft deinen Namen. Will deine Lust und deine Zärtlichkeit. Wir sind durch ein magisches Tor gegangen, im Zaubergarten der Lüste flaniert und streckten uns auf der Wiese der Hingabe aus. Es ist wahr. Es ist wahr. Es ist unsere Zärtlichkeit. Mein Po brüstet sich. Will mehr und mehr. Meine Möse windet sich, sagt, ja, sagt ja.

Ich trockne die Tränen meiner Lust mit meinen Händen. Beruhige das Verlangen mit meinem Atem. Es ist wahr.

Es war unsere Nacht. Es ist unser Tor der Lust, durch das wir gemeinsam gehen.

(Erotische Briefe – geheime Schätze der Liebe)

(Erotische Briefe bei der Rosenlust)

Im Bad

Sie liebte es, im Bad zu liegen und mit leichter Hand das Wasser über ihren weißen, aufgeschwemmten alten Körper plätschern zu lassen. Wie sie dalag, die Arme an der Seite, mit ausgestreckten Beinen, dachte sie:“So werde ich aussehen, so werden sie mich in den Sarg legen.“ Und es schien ihr, während sie sich betrachtete, auf schreckliche Weise wahr zu sein, daß die Menschen so gemacht werden, daß sie in Särge passen – in Form von Särgen gemacht werden. Gerade dann bemerkte sie ihre nassen, glänzenden, an das Ende der Badewanne gepreßten Zehen. Sie sahen so unschuldig aus, so fröhlich, ihres Schicksals so unbewußt. Sie schienen wirklich alle in einer Reihe zu lächeln – die kleinen, winzigen Zehen. „O!“ Sie gab dem Schwamm einen tragischen Druck.

(Katherine Mansfield, Tagebuch 1904-1922)

Gefunden bei der Wildgans


Erkennst du sie? Ich habe sie dir gezeichnet. Ich habe dir meine Möse gezeichnet, weil ich heute abend nicht bei dir sein kann. Weil ich sie dir schicken wollte. Weil ich dir meine Liebe, mein Verlangen senden will, wenn ich nicht bei dir sein kann.

Es war nicht einfach für mich, sie zu zeichnen. Du weißt, ich bin keine Künstlerin. Es war nicht einfach, ihre Position zu finden, den Spiegel zu halten. Denn vor dem großen Spiegel hätte ich mich unbequem räkeln müssen. Für dich räkle ich mich gern, aber zum Zeichnen, brauchte ich den kleinen Spiegel, der ist beweglich, schmiegsam. Findet die richtige Perspektive fast von selbst. Sieht meine Möse, so wie du sie siehst, wenn du beim mir bist. Wenn du verzückt, meine Beine auseinander hälst. Der kleine Spiegel sieht, was deine Augen sehen. Streift langsam entlang, sieht ihre Lebendigkeit.

Ich habe sie gezeichnet für dich. Mit meinen Händen und deinen Augen habe ich sie gezeichnet für dich. Streicheln, zeichnen, streicheln, fühlen, zeichnen, streicheln, deine Augen spüren. Die Feuchtigkeit der Möse aufs Papier gebracht. Mein Parfüm für dich.

Erkennst du es? Mach die Augen zu, dann kannst du mich riechen. Es ist für dich.

Erinnerst du dich? Erkennst du meine Lippen? Ahnst du meine Zärtlichkeit? Riechst du meine Erregung? Kannst du noch warten? Wartest du auf mich?

Mein liebster Geliebter,

heute mache ich dir ein besonderes Geschenk. Ich schenke dir meine Möse. Vertraue sie dir an. Gebe mich dir hin. Ich sehe mich heute mit deinen Augen und kann es kaum erwarten, bald wieder bei dir zu sein. Nimm das Papier, heb es dir auf. Halte es dir an dein Herz und deine Nase. Meine Möse, mein Leben schenke ich dir.

Den kleinen Spiegel habe ich noch nicht weggelegt. Will mich noch einmal mit deinen Augen sehen. Will deine Neugier spüren, will dich nahe bei mir spüren.

Mein liebster Geliebter,
ich denk an dich!

(Erotische Briefe – geheime Schätze der Liebe)

(Erotische Briefe bei der Rosenlust)

Elfchen sind kurze Gedichte. Ein kleines literarisches Spiel mit 11 Worten.

Möse
windet sich
Glut brennt ein
will mehr und mehr

seufzen

Möse
feurig heiß
Saft zischt entlang
meine Lust auf dich

ergeben

Möse
weiche Fotze
Hände reiben sie
streicheln Lust zu Zärtlichkeit

ewig

Heute will ich verraten, was ich in einem antiken Büchlein las. Von Frau zu Frau geflüsterte Beherztheiten, die sie durch die Gefilde der Liebe treiben lassen. Dem Zauber der Liebesbriefe und der Liebesreden sind schon so viele erlegen mit deren Beistand findet der Weg vom Herz zum Mund direkt in das Ohr der Geliebten. Ist es Fügung, ist es List? Die zwitschernde Stimme verheißt sinnliches Vergnügen. Lädt die Geliebte ein ihr Spiegelbild zu sein:

Laß uns beide im Mondschein tanzen, behütet von sanften Kerzenschein. Mit Rosenblüten will ich dich dich bestreuen, die weiche Linie deiner Weiblichkeit nachzeichnen. Willst du noch zögern, packe ich dich schon bei der Hand und zeige dir den Platz, den ich auserkoren habe. Auf dem Altar der Liebe will ich mir nehmen, was ich mir im Schlaf schon tausendmal genommen habe.

Verliebtes Mädchen, ich höre dein Keuchen, das Keuchen unterm Keuchen, den Seufzer und dan leisen Schrei. Geliebtes Wesen, du magst dich krümmen, meine Hände geben dich heute nicht mehr frei. Sie finden den Weg auf deinem Leib, deine Lust und deine Feuchtigkeit. Du wirst das Brennen fühlen, die Spuren, die ich hinterlasse. Deine Brüste werden glühen, wenn meine Hände ihnen huldigen. Kleine, wilde Orchidee, du fachst mein Feuer an. Gleich, gleich gehörst du mit – und ich bin dein. Ich zuckst in meinen Armen, drehst und windest dich. Hälst mir deine Lust entgegen und wimmerst zart an meinem Ohr. Dein Po kennt alle Zeichen. Kann nicht erwarten, dass sich meine Nägel in dich graben. Süßes Engelein. Nun bist du nicht mehr scheu. Du fauchst und atmest schwer. Lockst mich in nie gekannte Liebeshöhen. Willst mehr und mehr – und mit mir untergehen im Reich der Lust. Zärtlich streichle ich deine Haare, packe dich am Schopf und zieh dich zu mir her.

Die Nacht ist lang. Von Mitternacht bis zur Morgenröte – das ist unsere Zeit.