You are currently browsing the monthly archive for Juni, 2008.
Fußballtage sind keine erotischen Tage. Das sagt jedenfalls die Rosenlust-Statistik. Aber die Tage nach dem Fußball, da scheint die Leidenschaft zu glühen. Steil steigt der Pik nach oben. Dann gibt es anscheinend Nachholbedarf.
Das Blog der Rosenlust ist eine Bilderwüste. Weit und breit kein Bild, kein Garten, keine Blume zu sehen. Schade!
Sehr freuen würde sich die Rosenlust, wenn ihr ein paar Rosenbilder oder Rosenfotos überreicht würden. Dem Anlass angebracht, nur zum Zwecke der Verlinkung und des Veröffentlichen in diesem Blog.
In dem Buch „Mit geschlossenen Augen“ von Melissa P. schickt Melissa einem ihrer Liebhaber einen Slip von sich. Dieser Slip symbolisiert ihre Persönlichkeit. Die beiden Bändchen an den Seiten stehen für ihre Sinnlichkeit und ihr Bedürfnis nach Liebe. Dazwischen, so schreibt sie ihm, könne er die Stelle riechen, an der ihre Seele durch ihre Säfte nach außen dringt.
Im Buch wartet Melissa vergeblich auf eine Antwort, denn ihr Liebhaber möchte sie nur als schamlose Lolita erleben.
Ganz zum Schluss findet Melissa dann doch ihren Prinz, der sie aus ihrer gefährlichen Welt der demütigenden Sexabenteuer erlöst.
„Plötzlich spürte sie das Nordlicht in sich. Sie sog es ein. Sie lud sich elektrisch auf und hatte nicht vor, dagegen anzukämpfen. Es war wie Sektperlen.“
Monika Björk in Heißer Norden aus dem Unionsverlag
Wenn sie sich verabschiedeten, dann wußten sie nie, ob sie es wieder machen würden. Ob sie sich wieder heimlich treffen würden. Heimlich, im Stillen. Niemand war eingeweiht.
Seit Ewigkeiten kannte sie Michael. Wie man sich eben kennt, wenn man gemeinsam im selben Dorf aufgewachsen ist. Seit fünf Jahren war er mit seiner Freundin Martina zusammen und seit vier Monaten trafen sie sich heimlich. Es begann vor einem Jahr. Plötzlich wurden ihre Gespräche intensiver, immer wieder wurde im Kreise der Freunde über Sex geredet. Zuerst nur Andeutungen. Vorsichtig. Mal zaghaft, mal plumb und viel zu oft sehr derb. Immer und immer wieder kamen sie auf das Thema zurück. Umkreisten es gemeinsam mit den anderen, bis sie beide merkten, dass sie miteinander und füreinander sprachen. Die Gespräche wurden ernster, überlegter. Jeder wollte weiter mitreden, etwas neues zu sagen haben. Es wurde diskutiert über Frauen und Männer, über Alter und Krankheit, über Literatur und Film. Wie Sexualität erscheint, wie sie uns dargestellt wird. Wo die Grenzen zwischen Mythos und Wahrheit liegen, mit der Ernsthaftigkeit der Fast-Erwachsenen. Mit der Leidenschaft der Entdeckenden.
Monatelang umkreisten sie sich mit Worten. Begutachteten sich gegenseitig, beobachteten sich, erregten sich an ihren heimlichen Fragen und den Antworten, die sich ganz offen im Beisein der anhnungslosen Freunde gaben. Er und sie – das war wie Feuer und Wasser. Immer in Konkurrenz und jeder immer auf der anderen Seite des Flusses. Aber jetzt plötzlich knisterte es zwischen ihnen. Es zündelte und als er ihr eines Abends ein Zeichen gab, verstand sie sofort.
Kein Wort war nötig, sie trafen sich an vereinbarter Stelle. Draußen im Freien, so auf die Schnelle war ihnen nichts anderes eingefallen. Ihre Körper mochten sich, freuten sich über die Nähe. Alle Zärtlichkeiten waren längst in den gemeinsamen Gesprächen erprobt.
Wenn sie sich verabschiedeten, dann wußten sie nie, ob sie es wieder machen würden. Nur eins wußten sie für alle Zeiten: Dass sie nie Freunde werden können.
„Wenn Sie verliebt sind, dann kleiden Sie sich mit Leidenschaft.“ Dunja Barnes im Portrait von Mary Garden
Du steckst die ganze Welt in Brand
wenn deine Wangen leuchten
Als er seine Hand flach und mit weit gespreizten Fingern fest auf ihre Brust legte, wünschte sie sich für Sekunden nur eines: daß seine Hand nicht aufhören würde, für sie größer und größer zu werden.

Neueste Kommentare