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Sie hatte kein Talent zur Liebe. Kein Talent zur Partnerschaft. Egal wie weit sie zurück dachte, immer ging es schief. Der falsche Mann zur falschen Zeit.
Auch dieses Mal. Ehe sie sich versah, war er auch schon wieder weg. Weg, auf und davon. Rein in ihr Leben und dann sofort wieder raus. Was bleibt, ist sein Gesicht.
Das Gesicht auf dem Foto. Sein Gesicht, seine Augen, sein Profil. Sie hat die Fotos ausgedruckt und schiebt sie vor sich hin und her wie bei einem Memoryspiel. Seine schönen Augen. Sie schneidet sich eine Maske aus. Eine Maske mit seinen Augen. Sein Profil, seine Nase. Sie schiebt sie hin und her. Er ist schön, so vertraut. Immer wieder sortiert sie die Fotos um. So, so wirken sie am schönsten. Hier seine Augen, da seine Haare, sein Profil.
Sie sucht den Kleber, sie weiß genau, er ist hier. Hier ist er.
Ausschnitt für Ausschnitt klebt sie die Fotos über ihr Bett. An die Außenwand, die ist schön kühl. Kühl wie er. Eine Kühle, die erfrischt. Eins nach dem anderen, ein Foto hier, eins da, eins oben, eins rechts. Wie schön, dass es so viele sind. Sie streicht mit dem Finger über seine Wangen, über seine Augen, über sein Haar. Sie küsst seine Augen, seine Wangen, seine Finger. Wie nahe er jetzt ist. Wie nahe und wie kühl. Kühl, so schön kühl. Sie küsst seine Augen, sie leckt seine Wangen, sie streichelt mit ihrer Zunge seinen wunderschönen Mund. Sie kühl, so fern. Sie kniet auf ihrem Bett, drückt ihre Wange an die Bilderwand und schließt die Augen.
So nah, so fern.

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