Allein der Gedanke an Austern löst tausend Erinnerungen und Phantasien bei mir aus. An Nizza. An die Cote d’ Azur. An die heißen Nachmittage am Strand und die schwülen Abende mit weißem Wein und Austern im Hotel. Nizza ist eine Stadt für die Sinne. Eine Stadt für die Augen und die Menschen dort sind sich dessen sehr bewusst. Sie promenieren. Setzen sich in Szene. Bewegen sich für die Betrachter. Sehen und gesehen werden. Ein Eldorado für Selbstdarstellerinnen und Darsteller. Blicke werden getauscht, über Cafetische oder Strandlaken hinweg. Die Atmosphäre ist prickelnd. Vor dem Stand mit den Meeresfrüchten beim Café de Turin überwältigen mich die Pracht und die Vielfalt. Austern, Seeigel, Krebse, Muscheln, Meeresschnecken, Crevetten, Hummer und Langusten. Ich kann mich kaum satt sehen daran.

 

Austern in der Öffentlichkeit zu essen schüchtert mich ein, so sehr verbinde ich sie mit dieser erotisierten Stimmung. Mit diesem heißen Gefühl in mir, das meinen Körper ins Vibrieren versetzt. Am Strand sehe ich erregte Körper, schöne Frauen, glatte Haut. Mein Verlangen zu sehen, nimmt immer mehr zu. Fremde Beine, fremde Hintern, schöne Brüste. Ich beobachte, die Bewegungen. Das Recken und Strecken, bin neugierig, will alles auf einmal sehen.

Nizza, das ist die Stadt, die mich in Erregung versetzt. Die meine Möse alle Stimmungen durchleben lässt. Die mich zum äußersten treibt und mir die schönsten Phantasien beschert.