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Im Lustgespinst gibt es einen erotischen Blick auf eine nackte Schöne zu erhaschen. Eine Geschichte von Sandra Wöhe :

„Bitte, oh, bittebitte!“, rief er. Aber sie hörte ihn nicht. Im Grunde genommen hatte sie ihn noch nie bemerkt. Sein Flehen. Das Betteln nach mehr. Mehr Haut, mehr nacktem Fuß, weiter entblößte Schenkel, völlig enthülltem Hintern. Splitternackt wollte er sie sehen. Aber sie nahm ihn nicht wahr. Vielleicht hätte sie seinen Wunsch erfüllt, wenn sie davon gewusst hätte? Vielleicht.
weiter Im Lustgespinst

Poetische Texte für die häusliche Seele
für das Liebesleben
stark wie ein Liebestrank
die Lust ausleben
im Hier und Jetzt – und dann in den Wolken schweben
mit der roten Glut das Feuer anfachen
Besinnung und Rausch
Ja und Nein
Gegensätze verschmelzen
werden eins

Lust und Magie sind unsere ursrüngliche Lebensquelle
wir schöpfen daraus seit unendlichen Zeiten alle menschliche Energie
das Geheimnis des Lebens liegt offen zu Tage
verbirgt sich geschickt
ist nahe und wirkt fern
wenn wir es vergessen haben

die Lust und Magie sind Schlüssel und Schranke zugleich
der Zauberspruch ist lange vergessen
Die Himmelsscheib vergraben
nur unsere Lust führt uns zu den Ursprüngen zurück
zur Quelle unserer Lebensenergie

So manches mal vergisst unsere häusliche Seele
das Geheimnis und die Kraft
die in der Liebesfähigkeit liegt
wie ein zartes Pflänzchen
verkümmert unsere Lebenslust
wird farblos und blass
geräuchlos und fad
da hilt nur vorsichtiges Tasten
behutsames Pflegen
sanftes Fordern
und aufmerksame Blicke
um die Liebesquelle erneut zum Sprudeln und Sprühen zu bringen.

ein Leben lang wirkt Lust wie Magie.

Hand in Hand gehen wir spazieren. Fest eingemümmelt in die Winterkleidung. Den Schal dick um den Hals gewickelt. Es ist kalt jetzt am Abend. Angenehm kalt, denn die Wärme wartet schon auf uns. Wir gehen an erleuchteten Fenstern vorbei, die buntes Licht auf den Gehweg werfen. Mal glitzert es, mal blinkt es grell. Noch ein paar Tage wird der Tannenbaum auf der Kirche stehen. Wer den nur angebracht hat?

Hand in Hand gehen wir wortlos die Straße entlang und freuen uns auf die schöne Zeit, die vor uns liegt. Hinein in die Wärme, die Körper spüren, uns ausziehen und lieben.

Unser Fest der Liebe.

Hektik und Ärger begleiten
die Tage vor der freien Zeit
Kummer und Sorgen wachsen an
nehmen mir Luft und Raum

Das Herz klopft schnell und laut
die Hände sind immer in Bewegung.
Unruhe macht sich breit

Sie endet in deinen Armen
in deinen Händen
sie endet ganz nahe bei dir

Dein Streicheln und Kneten,
Massieren und Ölen
mimmt dem Ärger die Macht
der Hektik die Kraft
dem Kummer die Schärfe.

In deinen Armen, auf deinem Schoß,
in deinem Begieren und deiner Lust
liegt das Tor

Das Tor, durch das wir gemeinsam gehen
in das Reich der Lust und der Sinne

Nimm mich mit!

da sollte dieses Blog
euch singend begrüßen
vor euren Augen tanzen
und eure Sinne mit Rosenlust einhüllen

Heute ist so ein Tag
da sollte dieses Blog
euch mit Duft betören
mit fremden Aromen locken
und eure Herzen dem Liebeszauber öffnen.

Allein der Gedanke an Austern löst tausend Erinnerungen und Phantasien bei mir aus. An Nizza. An die Cote d’ Azur. An die heißen Nachmittage am Strand und die schwülen Abende mit weißem Wein und Austern im Hotel. Nizza ist eine Stadt für die Sinne. Eine Stadt für die Augen und die Menschen dort sind sich dessen sehr bewusst. Sie promenieren. Setzen sich in Szene. Bewegen sich für die Betrachter. Sehen und gesehen werden. Ein Eldorado für Selbstdarstellerinnen und Darsteller. Blicke werden getauscht, über Cafetische oder Strandlaken hinweg. Die Atmosphäre ist prickelnd. Vor dem Stand mit den Meeresfrüchten beim Café de Turin überwältigen mich die Pracht und die Vielfalt. Austern, Seeigel, Krebse, Muscheln, Meeresschnecken, Crevetten, Hummer und Langusten. Ich kann mich kaum satt sehen daran. Read the rest of this entry »

Ich liebe Austern. Ohne Einschränkung und ohne wenn und aber.

Ich liebe ihr Aussehen. Die harte Schale. Die raue Oberfläche, die beim Öffnen so viel Widerstand leistet und verbirgt, was in ihr steckt. Ich drücke mir an den Fischtheken die Nase platt, um die angeboten Sorten zu vergleichen. Zu bewundern.

Ich liebe das Geräusch, wenn sie leicht aneinander klacken beim Waschen unter kaltem Wasser. Ich mag sie anfassen, sie halten, sie abreiben. Ich liebe ihre Festigkeit, wenn sie geschlossen sind. Das Geheimnis ihres Spalts.

Ich könnte zu Boden sinken, wenn mein Schatz sie öffnet. Das Messer nimmt, mit seiner Hand die Auster festhält, es gezielt  hinein sticht und die Schale aufbricht. Ich liebe diesen Moment, wenn sie vor mir liegt. In ihrer Feuchtigkeit, ihrem Meeresgeruch, in ihrer schönen Struktur.

Mein Herz klopft schnell, wenn mein Liebster sie mir reicht. Von Hand zu Hand. Sie ist für mich. Ich schmecke das Meer, die Lust, die Leichtigkeit, ich schmecke meine Sinnlichkeit. Bin erfüllt von diesem Augenblick.