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streich mir die Haare aus dem Gesicht und sieh mir in die Augen
so wie damals
wie an diesem Tag
damals als das alte Leben Abschied nahm
und das neue in uns zu glühen begann
streich mir die Haare aus dem Gesicht und sieh mir in die Augen
so wie damals
damals als wir es uns endlich wagten uns zu berühren
behutsam und zögerlich zunächst
überrascht von der sofortigen Gefühlsexplosion
streich mir die Haare aus dem Gesicht und sieh mir in die Augen
so wie damals
damals als uns das Beben überwältigte
unser Zittern und Vibrieren
damals als uns gemeinsam die Leidenschaft verzehrte
zittern
am ganzen Körper
brennen
in der Seele
glühen, vibrieren,
von außen nach innen
von innen nach außen
durch deine Anwesenheit
lylo schreibt keine liebesgedichte.
sie liebt in, aus und mit gedichten.
und streichelt mit ihrer stimme.
Lylo lesen und hören
Verlorene Stunden. Verlorene Minuten. Vergeudete Zeit.
Nach jedem Streit die Fassungslosigkeit. Ein Wiedereinstieg. Holprig und stolpernd. Nur im Film ist die Versöhnung eine Augenweide. Wir beide nähern uns unbeholfen an. Die Berührungen sind unsicher, drängend und abrupt. Die Worte scharf und verletztend. Immer wieder unterbrochen von unserem Entsetzen und dem Verlangen alles ungeschehen zu machen, die bösen Worten nicht zu hören, den harten Ton nicht wahrzunehmen und die kalten Augen nicht mehr sehen zu müssen.
Anfassen. Wir wollen uns anfassen. Wir wollen das rüde Echo nicht mehr hören. Wir wollen unsere Körper wieder spüren. Die Lust. Die Gier. Die Wonne. Das Wohlbehagen. Wir wollen uns gegenseitig versichern, dass wir es noch sind: Ich bin ich und du bist du. Wir wehren uns gegenseitig ab. Noch hallen die Boshaftigkeiten in unseren Ohren nach. Die Verletzung brennt, die Wunde ist noch nicht geleckt. So leicht geht das nicht! Nicht nach diesem Streit. Nicht nach diesen Stunden. Wer hat angefangen`Was ist passiert? Wir sind erschöpft und wünschen uns nichts sehnlicher als Zärtlichkeit. Fass mich an! Ich greife nach dir! Es tut mir leid! Ich bin doch ich und weiß, du bist du.
Halt mich ganz fest und schlaf mit mir.
Betrübt ist die stolze Rose, als der kleine Prinz sie verlässt. Aber ihr Stolz lässt es nicht zu, es ihm zu zeigen.
Auch die Rosenlust ist eine stolze, erregende Blume. Aber an manchen Tagen verlässt sie die Lust, und sie ist viel zu stolz das zuzugeben. Eine Rosenlust ganz ohne Lust? Was wäre das denn für ein Leben? Wer sollte sie denn sein, wenn ihr das Wichtigste fehlte. Die Liebe, die Erregung, die Sexualität, die Zärtlichkeit – ohne Lust bleibt alles blass und fad. Selbst die Freundschaft ist ohne Lust so oberflächlich und langweilig. Ohne Lust ist das Leben grau und die Miesepeter machen sich plötzlich breit. Wo sie noch Raum lassen, ziehen die Bedenkenträger ihre Kreise und wenn sie versucht sich in sich selbst zurückzuziehen, wird sie von schrillen, nörgelnden Stimmen aufgescheucht.
Ohne Lust verdörrt die Rosenlust einsam und unzufrieden mit sich und der Welt, wie die stolze Rose, die ohne den kleinen Prinzen nicht leben kann und ihn doch dazu bringt, dass er seinen kleinen Planeten verlässt.
Inwieweit ist Sex ein mentaler Zustand und wann beginnt er technisch zu werden?
Mit Wasser will ich mich benetzen. Fühlen, wie es an mir herunterläuft. Mich suhlen in Wohlgefallen und Wohlbehagen. Ganz warm, ganz weich will ich meinen Körper spüren. Überall soll das Wasser rinnen. Jede Spalte, jede Falte will ich spüren. Wärme von innen und außen. Wärme und Weichheit. Wohligkeit. Mich räkeln und strecken vor Lust. Bis du da bist.
Was hat Fairness in der Sexualität zu suchen? Wenn man auf diesem Gebiet fair sein will, sollte man sich besser in einen Organismus wie Moos verwandeln.
Dieses Zitat stammt aus dem Roman „Tanz mit dem Schafsmann“ von Haruki Murakami
Die Ratlosigkeit in der Pubertät. Das Staunen über den Drang der männlichen Sexualität. Das leise Winseln, der treue Blick, die vorübergehende Anhänglichkeit. Das Hinterhertrotteln. Angespannt, erwartungsvoll.
Es geht leicht von der Hand. So schnell ist es vorbei. Ganz kurz ist das Glück und das Strahlen. Eine kleine Geste der Dankbarkeit. Die Freundschaft brüderlich erneuert. Ein schwesterliches Teilen war damals noch verpönt.

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