Kann ich mit Worten beschreiben? Kann ich beschreiben, was ich in mir fühle? Was ich in mir fühle, wenn du bei mir bist?
Ich will mich strecken, mich ausstrecken und hingeben. Für dich, für dich will ich mich zeigen. Nimm mich, mein Schatz. Nimm mich, nimm mich. Zögere keine Sekunde, nimm mich, nimm mich.
Mit Haut und Haaren und allem Verlangen, nimm mich, mein Schatz, nimm mich.
Ich gehöre zu dir. Mit all meinem Willen. Will mich dir anvertrauen, ganz und gar. Ganz und gar.

Liebesträume und Liebeswelten. Lang schien es keine Brücke zu geben. Zwei Planeten, auf Sicht- und Fühlweite, die nicht zusammen kommen – und dann die Explosion, als sie aufeinanderstießen. Mit Feuer und Flamme, aber zuerst ganz leicht, die Glut entfacht.
Ein Ruck, eine Entscheidung, eine Konsequenz, ein Liebesangebot.

Wie hat alles angefangen? Wenn die Rosenlust es heute nicht festhält, dann wird es verfliegen. Der Duft, die Erinnerung, die Nächte, die Träume, die tausendfachen Zärtlichkeiten. Wie hat alles angefangen? Ich will erzählen, von unseren Nächten, von unserer Liebe. Jetzt, gleich, ich will beginnen und den Anfang machen. Den Anfang beschreiben. Ihn festhalten für dich. Liebster, ich schreibe nur für dich.

Unser Anfang lag vor dem Anfang. Weit vor dem Anfang. Die Liebe der Rosenlust nahm ihren Anfang in ihren Träumen. Zu weit warst du entfernt, mein Liebster. Eine andere Welt, ein anderer Planet – unerreichbar für die Rosenlust, die hinter den Gittern und dem Stacheldraht auf ihrem kleinen Planeten gefangen war. Aber wenn die Planeten ganz nah aneinander vorbeizogen, da träumte die Rosenlust ihre schamlosen Liebesträume. Ganz ohne Hemmung, ganz ohne Zensur, sich keiner Schuld bewusst und dennoch mit verräterischem Herzen.
Sie träumte von deinem Schwanz, den sie nie gesehen, nie berührt. Sie träumte ihn in ihrem Mund. Innig, listig, seufzend. Sie träumte davon ihr Gesicht in deinen Schoss zu legen. Sie sah dich an, seufzend. Sie spürte dich noch ehe sie dich berührte, sie fühlte deine Nähe, deine Wärme. Den Po, den Po solltest du ihr nehmen, gleich, sofort – nein doch erst wenn der Schwanz den Mund gefüllt. Die Rosenlust fühlte ihre Träume in ihr vibrieren. Sie drehte sich, dir Liebster: dir entgegen. Sie bot den Po, die Wärme an – um kurz danach in ihrem Schneckenhaus ganz schnell zu verschwinden. Die Träume webten sich ihr eignes Liebesnest. Die Möse floss dir schon entgegen.
Der Stracheldraht wurde hoch und höher gezogen. Die Träume wuchsen mit, die Sehnsucht lies die Liebe schweben. Über Stacheldraht und alle Grenzen.
Der Po, der Po – den Po solltest du dir nehmen. Das war der Wunsch, der Rosenlust, wenn du den Mund gefüllt. Danach wäre sie bereit gewesen, die Schenkel breit, die Möse weit.

Weißt Du noch? Liebling, denkst Du noch manches Mal daran? An unsere erste Nacht, die keine Nacht war sondern ein atemraubender Tag?
Beschlossen, begonnen. Ein heißes Spiel. Dramatik mit Feuer und Uberfliegergefühlen. Das kalte Wasser rieß uns aus dem Traum. Gemeinsam wagten wir und sofort wieder in die Flamme.
Der Anfang unzähliger Liebesnächte. Weißt Du noch? Liebling, denkst Dun noch manches Mal daran? An unsere Liebesmorgen? Die Nacht im Zug? Die Liebe am Meer? Die unterm Dach und die im heißen Zelt?
Liebling weißt du noch, wie ich Dich zum ersten Mal berührte? Wie ich meinen Mut zusammen nahm? Kannst Du Dich erinnern an unsere gewagten Zärtlichkeiten, die Hingabe im Badezimmer, an der Meer der sehnsüchtigen Träume.
Ich sehe sie vor mir: unsere Wünsche, die sich nach und nach erfüllten. Die Türen öffneten: mit Lust auf mehr.
Unsere Liebesnächte – nie möchte ich sie missen. Nicht die Erinnerung und nie den Wunsch nach mehr.

Oh, mein Po!
Streckt sich dir entgegen.
verrät mein Geheimnis
meine Zärtlichkeit

Oh, mein Po,
bewegt sich hin und her
drängt sich in den Vordergrund
erwartet dich.

Oh, mein Po,
will nicht länger warten
ist längst bereit und frei
komm zu mir.

Mein Liebster, mein lieber Geliebter, meine Liebe, mein Schatz!
Alle Briefe sind zerrissen, alle Dateien gelöscht. Alle Anfänge habe ich verworfen, alle Sätze für nicht ausreichend befunden. Meine Worte reichen nicht aus, um dir meine Liebe zu beschreiben. Sprachlos steht mein Herz in Flammen.

Mein Liebster,
ich denke an deine Berührung. An deinen Körper nah bei mir. Ich denke an dein Begehren, an meins, an unsere Lust, an unser Zusammensein.

Geliebter,
hörst du mein Herz nicht aus der Ferne schlagen. Hörst du mich nicht? Spürst du nicht meine Lust und meine Begierde?
Mein Körper fühlt sich ratlos ohne dich, vermisst dein Streicheln, dein Fordern und deine Begierigkeit.

Mein Herz steht in Flammen, meine Möse öffnet sich für dich. Mein ganzer Körper fließt, wünscht sich dich nah

Schamlippen
weich verschlossen
den Fingern weichend
rein und raus gestreichelt
ich

(Elfchen sind kleine Gedichte mit elf Wörtern)

Mehr Elfchen in der Rosenlust

Wieder seufzst sie. Sie merkt es selbst nicht. Schaut der Schönen nach, die auf der anderen Straßenseite verschwindet. Nicht hier, nicht jetzt. Sie seufzst und merkt es nicht. Die Lust verstopft, eingestampft im Alltagskram, zugedeckt mit Mief und Muff, erstickt in heißer Luft und kleinen Zahlen.
Sie seufzst und sieht der Schönen nach. Was war nur vor dem ersten Seufzer?

Brustwarzen stellen
sich herausfordernd gegenüber
mein Auge folgt seufzend

Die Rosenlust lehnt sich zurück und schließt die Augen. Sie fühlt die Hand auf ihrem Rücken liegen, so sanft, so flüchtig, so nah. Für einen Augenblick: So nah!

Die Tränen laufen über ihr Gesicht, der Schmerz verbrennt den Leib und die Seele, jedes Mal.

Morgen wird die Welt wieder anders aussehen: Rosarot oder sonnenblumengelb. Morgen wird die Musik wieder sanft aufspielen; mit Klavier im Hintergrund oder Gitarrenbegleitung.

Lass sie schlafen, lass sie träumen! Sonnenblumenträume mit Ingwergeschmack.